Aus dem Rumänischen von Peter Groth. "Der Mann hinter dem Nebel" ist eine Sammlung von 23 lose miteinander verbundenen literarischen Erzählungen. In diesen Geschichten wird die Entwicklung des Protagonisten über das Groteske, Abgründige, das Traumhafte, nahezu Kafkaeske beschrieben. Es ist die Erzählung von einem Strauchelnden, der Glücksmomente und schmerzhafte Verluste erlebt, der oftmals am Scheideweg steht, wo sich ihm aber immer eine Perspektive auftut.
Cornelius Wüllenkemper ziehen die Geschichten von Florin Irimia unwiderstehlich in ihren Bann. Wie bei Cartarescu gelingen dem Autor laut Wüllenkemper Wirklichkeitsverschiebungen und -dissoziationen, mal in Richtung SF-Genre, mal ins Surreale. Die motivisch verbundenen 24 Storys drehen sich um Kindheitserlebnisse und Tagträume des erwachsenen Autors, erklärt der Rezensent. Immer sind sie mit einer "Grundstimmung der Verlorenheit" versehen, so Wüllenkemper weiter. Die atmosphärische Verdichtung und Verschiebung der Wirklichkeit wird von Irimia sehr souverän beherrscht, verspricht er.
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