Die Böden unter unseren Füßen sind unsere Lebensgrundlage. Wir leben auf und von ihnen. Ein Millimeter fruchtbarer Boden kann dreihundert Jahre zum Aufbau benötigen. Waren die Landwirte vor der Industrialisierung noch darauf angewiesen, Humus aufzubauen, um die Böden lebendig zu erhalten, nutzt die moderne Landwirtschaftsindustrie den Boden nur noch als bloßes Substrat, in das die Überproduktion von Exkrementen der industriellen Fleischfabrikation als Dünger eingebracht wird. Die Gesundheit der Böden und der Menschen, die seine Früchte täglich essen, ist dabei vollkommen aus dem Blick geraten. Florian Schwinn fordert dringend, eine Humuswende zur Rettung der Böden einzuleiten. Denn wenn die Böden erst einmal abgetötet sind, brauchen wir nicht mehr umzudenken -
dann verliert auch die biologische Landwirtschaft der Zukunft den Boden unter den Füßen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.06.2019
In den höchsten Tönen lobt Rezensentin Susanne Billig dieses Buch des Journalisten Florian Schwinn, der sie äußerst lesenswert vor den Folgen der Agrarindustrie warnt. Wo einst Fadenwürmer, Wimperntierchen und Wurzelfüßer herumstromerten, sorgt ein "Vernichtungsfeldzug" aus Asphalt und Beton dafür, dass in Deutschland täglich 150 Fußballfelder Land verloren gehen, erfährt die Kritikerin hier. Sie lernt bei Schwinn nicht nur viel über Bodenstrukturen und Mechanismen der Landwirtschaft, sondern lobt auch, dass der Autor "abstrakte" ökologische Fakten immer wieder mit persönlichen Anekdoten flüssig aufbereitet, anschauliche Beispiele liefert und Alternativen bietet.
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