Florian Felix Weyh

Toggle

Roman
Cover: Toggle
Galiani Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783869710419
Gebunden, 428 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Die Zukunft hat schon längst begonnen: Dieser Thriller zeigt, warum. Der international agierende Computerkonzern Toggle scannt in abgelegenen Lagerhallen Deutschlands Bücher ein. Nicht nur die bizarren Sicherheitsmaßnahmen und das hemdsärmelige Vorgehen des Konzerns befremden - vielen wird dessen weltweite Informationsmacht ohnehin suspekt: Als Inhaber der wichtigsten Suchmaschine im Netz kann die Firma faktisch bestimmen, was bei Computerrecherchen gefunden wird und was nicht. Jetzt auch noch die Sache mit den Büchern! In Deutschland regt sich Widerstand. Deshalb ordnet die amerikanische Zentrale als PR-Maßnahme eine Tagung mit "kritischen Stimmen" renommierter Wissenschaftler auf Schloss Mellau an, einem 5-Sterne-Luxusressort nahe Garmisch-Partenkirchen.
Die dauert allerdings nicht lange. Denn bald wird eine Teilnehmerin tot aufgefunden. Umstände ungeklärt. Der neue Deutschlandchef der Firma versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Seine Recherche führt ihn immer tiefer in die Strukturen seines eigenen Konzerns, in dem Idealisten, gewinnsüchtige Geschäftsmänner und von Regierungen bezahlte Undercoveragenten um Einfluss auf die beiden anarchisch-unberechenbaren Gründer und Mehrheitseigentümer ringen. Mehr noch, er erkennt, dass sowohl ein schwerreicher russischer Oligarch als auch ein unbekannter Dritter an die Dienste von Toggle und die ungeheuren Datenberge von deren Konkurrenzfirma Myface herankommen wollen, um die digitalen Schatten aller Nutzer weltweit für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.01.2012

Nicht erwärmen kann sich Rezensent Bernd Graff für Florian Felix Weyhs Internet-Thriller "Toggle". Zwar scheint ihm das Thema des Romans, die Frage nach der (politischen) Macht großer IT-Konzerne, interessant und wichtig. Vorliegende Umsetzung aber findet er in keiner Weise gelungen. Ihm missfallen nicht nur der platte Plot, der seichte Stil und die holzschnittartigen Figuren, für ihn allesamt "Knallchargen". Er rügt auch die klischeehaften Elemente aus bekannten Internet-Verschwörungstheorien sowie das "Ironiegewinke" a la Umberto Eco.

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