Volker Kutscher, Kat Menschik

Moabit

Roman
Cover: Moabit
Galiani Verlag Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783869711553
Gebunden, 88 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Kat Menschik. Charly Ritter, die große Liebe von Kriminalkommissar Gereon Rath, die ihren eigenen Kopf hat, so charmant wie neugierig ist und ein Geheimnis in sich zu tragen scheint. In "Moabit" lernen wir Charly kennen, als sie noch Lotte heißt und bei ihren Eltern wohnt, in einer Beamtenwohnung am Zellengefängnis Moabit. Gerade hat sie das Abitur im Kleistlyzeum geschafft, und dies, obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammt. Ihre frisch errungene Freiheit genießt Lotte vor allem nachts, bei heimlichen Eskapaden mit ihrer Freundin Greta durch die Tanzlokale Berlins. Tagsüber lernt sie Schreibmaschine und Stenografie, denn eins ist klar: Ihr Studium wird sie sich selbst finanzieren müssen. Charlottes Vater ist Gefängniswärter - ein einfacher, ehrlicher Mann. Doch seine Ansprüche an seinen Augenstern Lotte in puncto Bildung, Ehre und Anstand sind hoch. Und Lotte ist ein Vaterkind. Kein Wunder, dass es nicht spurlos an ihr vorübergeht, als ihr Vater eines Tages in ein brutales Attentat im Moabiter Gefängnis verwickelt wird.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 11.10.2017

Laut Rezensent Elmar Krekeler kann man sich dieses Buch als Volker Kutschers Antwort auf die deutsche Nationalereignisserie "Babylon Berlin" vorstellen, zu der die Verfilmung seiner Gereon-Rath-Romane längst ausgeartet ist. "Nun wuchert Volker Kutscher zurück", frohlockt Krekeler, der "Moabit" als Prequel zu der Polizistenserie aus dem Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre beschreibt. Kutscher erzählt hier die Vorgeschichten der jungen Charlotte Ritter, des Ringvereinsboss Adolf Winkler und des Arztes Dr. Marlow. Der Clou sind jedoch die Illustrationen der Zeichnerin Kat Menschiks, die das Buch mit Anzeigen für Juno-Zigaretten und Rasierklingen wie eine Berliner Illustrierte aussehen lässt. Einfach schön, findet Krekeler.