Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Ein nicht gerade vom Erfolg verwöhnter spanischer Autor begleitet seine Ehefrau Clara auf einer Recherchereise durch Deutschland. Sie soll einen Reiseführer verfassen. Er macht die Fotos dazu.Die Reise beginnt in Bremen und geht weiter nach Worpswede, zum Grab von Paula Modersohn-Becker, zur Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld, nach Goslar und Berlin. Süddeutschland ist das nächste Ziel. Doch als ihr Hund Goethe erkrankt, kommt alles anders als gedacht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.02.2022
Rezensentin Karin Janker ist gespalten angesichts dieses schon etwas älteren Romans von Fernando Aramburu. An "Patia", warnt die Rezensentin, reicht der Text über die episodisch erzählte Deutschland-Reise eines etwas unsympathischen Ehepaares lange nicht heran. Platt geradezu findet Janker den Plot. Was die Lektüre für sie dennoch rettet, ist Aramburus ironische Verschmitztheit und seine nicht moralisierende Moral, die immerhin ab und zu aufblitzen und Janker Land und Leute durch eine andere Brille sehen lassen.
Laut Rezensent Christoph Schröder haut Fernando Aramburu mit seinem massigen Roman über ein Pärchen, das sich zwecks Romaninspiration auf Deutschlandreise begibt, voll daneben. Außer ein paar lustigen Szenen gelingt dem Autor eigentlich gar nichts, ärgert sich Schröder. Der Ich-Erzähler redet zu viel (und nur wenig von Interesse), Motive werden nicht ausgeführt oder plattgewalzt, und der "Pennälerhumor" im Text zerrt Schröder an den Nerven. Wenn der Autor seine Figur dann auch noch "unterkomplex" über das Schreiben philosophieren lässt, steigt der Rezensent endgültig aus.
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