Fergus Fleming

Neunzig Grad Nord

Der Traum vom Pol
Cover: Neunzig Grad Nord
Rogner und Bernhard Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783807701721
Gebunden, 568 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Heim und Bernd Rullkötter. Als das 19. Jahrhundert zu Ende ging, gab es auf der Welt nicht mehr viel zu entdecken. Nur der Nordpol war noch unbetreten. Und so begann ein Wettrennen gen Norden. Es war ein Rennen der Versager. Dutzende von Entdeckern scheiterten kläglich, sie schleppten zu viel Ausrüstung mit, verrechneten sich bei der Verpflegung und gingen an Skorbut zugrunde. Eine Expedition war so schrecklich, dass die Mannschaft ihren Kapitän vergiftete, damit sie endlich umkehren konnte ... Im Grunde, schreibt Fleming, waren die Expeditionen sinnlos, denn "es gab dort nichts zu entdecken. Jeder wusste, wo der Pol war. Niemand zweifelte an seiner Existenz." Und trotzdem zog er Forscher aus vielen Ländern an wie eine Kompassnadel. Und selbst die weist heute noch in die Irre.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.06.2003

Entdeckungsfahrten, weiß Georg Sütterlin, gehörten nicht nur zu den abenteuerlichsten Unternehmen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, sondern auch zu den publikumswirksamsten: Die Nordpolfahrer, von denen dieses Buch berichtet, waren die Popstars ihrer Zeit. Was nichts daran ändert, dass sie lange Zeit keine Ahnung hatten, wie es am Nordpol aussieht, und endlose Winter in dunklen Iglos darauf warteten, dass sie im kurzen Sommer weiter ihre Schlitten durch matschiges Eis zerren konnten. Und ebensowenig daran, das sie zunächst alle scheiterten. Fergus Fleming habe sich der Schicksale dieser unerschrockenen Egomanen angenommen, schreibt Sütterlin, und sie - "klar und prägnant" und mit viel "Sinn für Komik und Absurdität" - geschildert, nur um am Ende zu dem Schluss zu kommen, dass sie nichts gefunden hatten außer dem Eis, durch das sie sich quälten. Immerhin: Jetzt ist auch noch ein überaus unterhaltsames Buch dabei herausgesprungen.

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