Favel Parrett

Jenseits der Untiefen

Roman
Cover: Jenseits der Untiefen
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2013
ISBN 9783455404340
Gebunden, 219 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Antje Rávic Strubel. Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur der kleine Harry fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungen auch den Vater, der - ähnlich dem Meer - wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reichen brüderliche Fürsorge und Strandschätze nicht aus... Eine Geschichte über das Meer, Geschwisterliebe und die Zerbrechlichkeit junger Menschen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2013

Der Grat zwischen Sozialkitsch und psychologischem Realismus in der literarischen Familiengeschichte ist schmal. Wie schmal, erfährt Sabine Doering anhand dieses Romans der tasmanischen Autorin Favel Parrett in der "präzisen" Übersetzung von Antje Ravic Strubel. Leider bietet das Buch neben düsteren Bildern aus Tasmanien, neben Eindrücken aus einer herben Landschaft und einer kaputten Familie für Doering allzu viel quälenden Detailrealismus gepaart mit einem Mangel an psychologischer Glaubwürdigkeit und sentimentalen Platitüden. Die Doering durchaus beeindruckenden Schilderungen im Buch kommen dagegen nicht an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.08.2013

Das tasmanische Surferparadies Cloudy Bay zeigt sich Sylvia Staude im Debütroman der australischen Schriftstellerin Favel Parrett von einer neuen, gänzlich unparadiesischen und doch magisch faszinierenden Seite. Es geht um drei Brüder, ihre Beziehung untereinander sowie zu ihrem herrschsüchtigen, jähzornigen Vater und zur Außenwelt in Form einer unbezwingbaren Natur, fasst Staude zusammen. Doch dahinter verbirgt sich noch ein "halber Krimi" um die Frage, was mit der Mutter geschah, die vor vielen Jahren starb, so die Rezensentin, die Parrett Respekt zollt, "so klug" zu sein, nicht alle Geheimnisse ihrer Geschichte preisgeben zu wollen.
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