Aus dem Englischen von Jens Hagestedt. Mit zahlreichen Grafiken und Zeichnungen. Gibt man einen Sandhaufen auf einen anderen Sandhaufen, erhält man wiederum nur einen Haufen Sand. Dasselbe gilt, wenn man eine Farbe mit einer anderen mischt. Zuweilen bleibt 1+1 eben einfach 1 - und die skeptische Schülerin behält recht. Warum Mathe trotzdem (oder gerade deshalb) spannend ist und unendlich viel Spaß machen kann, erklärt dieses Buch, geschrieben für renitente Schüler, verzweifelte Eltern, ratlose Lehrer und alle, die es richtig wissen wollen. Anders als die meisten Schulfächer und Wissenschaften scheint die Mathematik eine Disziplin der vorgekauten Antworten zu sein. Musst Du glauben, lernen, pauken, lautet die probate Anweisung. Bis es sitzt. Spaßfaktor gleich null, Stressfaktor hoch zwei. Das muss nicht so sein, sagt die britische Mathematikerin Eugenia Cheng. Und es entspricht auch nicht dem echten Geist der Mathematik. Der beruht nämlich keineswegs auf starren, angsteinflößenden Regeln, sondern auf natürlicher Neugierde - und der Tatsache, dass die Menschen sich nicht mit vorgefassten Antworten zufriedengeben. Sondern immer weiterfragen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2025
Rezensent Alexander Armbruster empfiehlt das Buch der Mathematikerin und Pianistin Eugenia Cheng. Ein bisschen Populärwissenschaft kann nicht schaden, meint er, wenn so unterhaltsam und klug zugleich über Mathematik erzählt wird. Cheng bietet Propädeutik zu Mathe als Schlüssel der Welterkenntnis, so Armbruster, sie führt durch Bereiche wie Geometrie, Infinitesimalrechnung und KI, erklärt, wieso NVIDIA-Chips lineare Algebra erleichtern und was Descartes mit Mathe zu tun hat. Für Armbruster eine unkomplizierte Monografie, die erklärt, warum Mathe mehr ist als Rechnen und warum 1+1 nicht immer 2 ergibt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.09.2024
Allen Mathemuffeln empfiehlt Rezensent Gerrit Stratmann das Buch von Eugenia Cheng mit dem schrecklich langen Titel. Wahr ist er aber schon, findet Stratmann, denn der Autorin gelingt es, ihre Liebeserklärung an ihr Lieblingsfach auch für andere plausibel zu machen. Eingängig, wenngleich mitunter abstrakt, erzählt die Autorin laut Stratmann vom Rechnen, von komplexen Zahlen und vom logischen Kern der Mathematik. Wenn sie dabei auch abschweift, mal persönlich, mal politisch wird (Mathe unter dem Gesichtspunkt des Kolonialismus!), ist das für den Rezensenten eine zusätzliche Bereicherung. Um ein Lehrbuch handelt es sich gerade nicht, versichert er.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…