Erwin Matsch

Internationale Politik 1919-1939

4 Bände
Cover: Internationale Politik 1919-1939
Böhlau Verlag, Wien 2005
ISBN 9783205773528
Gebunden, 1411 Seiten, 139,00 EUR

Klappentext

Teilband I: Eine Welt im Gipsverband (1919-1932). Teilband II.1: Der Mann zwischen Kurt und Konrad (1933-1936). Teilband II.2: Der Mann zwischen Kurt und Konrad (1937-1939). Teilband III: Registerband.
Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zerfällt in zwei klar zu trennende Abschnitte: 1919 bis 1932 und 1933 bis 1939. Der erste ist von dem Versuch beherrscht, einen Großteil der Welt in das durch die Friedensverträge geschaffene System zu zwängen und ihr somit einen "Gipsverband anzulegen". Den zweiten Abschnitt charakterisiert das Drängen Adolf Hitlers, durch Rosstäuscherei und eine Reihe von Gewaltakten diesen Gipsverband zu sprengen. Sein Vorgänger war der zündelnde Kurt von Schleicher, sein Nachfolger der gutwillige Konrad Adenauer. Daher der Untertitel des ersten Bandes, "1919 bis 1932, Eine Welt im Gipsverband", jener des zweiten, "1933 bis 1939, Der Mann zwischen Kurt und Konrad".
Grundlage dieses Werkes sind politische Berichte schweizerischer, österreichischer und belgischer diplomatischer Missionschefs nach Bern, Wien und Brüssel.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2006

Etwas "eigenwillig" findet Rezensent Günter Wollstein vorliegende Geschichte der Zwischenkriegszeit 1919-1939, die Erwin Matsch vorgelegt hat. Dessen historische Einordnung dieser Epoche betrachtet Wollstein distanziert, ohne jedoch dezidiert Einspruch zu erheben. Nur die Bezeichnung Hitlers als "Mann zwischen Kurt und Konrad", also zwischen Schleicher und Adenauer, scheint ihm "geschmacklos" und der Vergleich Stresemanns mit Stalin völlig daneben. Aber Wollstein interessiert sich ohnehin mehr für die politischen Berichte von österreichischen, schweizerischen und belgischen diplomatischen Missionschefs, die der Band enthält, als für Matschs historische Einordnung des Geschehens. Diese Berichte über die politische Situation der Zeit bieten seines Erachtens ein "beeindruckendes historisches Panorama". Allerdings hebt Wollstein hervor, dass die Berichte - so interessant und aufschlussreich und für den Laien gut verständlich sie sein mögen - letztlich nicht den Anspruch erheben können, "Endgültiges und Gesichertes" zu vermitteln.