Der Templerorden - das sind kampferprobte Ritter und Herren über gewaltige Burgen, geschickte Geschäftsleute von sagenhaftem Reichtum. Nach dem Fall von Akkon, 1291, liegt das neue Machtzentrum in Paris: der befestigte Tempel mit seinen Schätzen. Das ist dem König von Frankreich ein Dorn im Auge. Philipp der Schöne und seine Berater fassen einen hinterhältigen Plan. Verraten vom wankelmütigen Papst Clemens V., sehen sich die Tempelritter nun einem Feind gegenüber, dessen Waffen Tücke, Erpressung und Folter, dessen Antrieb Habgier und totales Machtstreben sind. Aus Templern werden so bald "Ketzer", und Großmeister Jakob von Molay und die Seinen gehen einem verhängnisvollen Schicksal entgegen.
Die Templer haben Generationen von Schriftstellern in ihren Bann gezogen, von Lessing, Walter Scott, Henryk Sienkewicz und Franz Spunda bis zu Pierre Klossowski, Zbigniew Herbert, Umberto Eco und Wolfgang Hohlbein. Von deren Büchern hebt sich Ernst Sommer mit seinem historischen Roman ab, der ein sorgsam recherchiertes, bis heute gültiges Zeitbild liefert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2018
Martin Lhotzky freut sich über einen Zugewinn an Spannung durch das umfangreiche Nachwort zu Ernst Sommers Roman. Christoph Haackers Ausführungen zu Leben und Wirken des Autors dieses erstmals 1935 erschienenen Romans und seine quellengestützten Interpretationsideen machen die Lektüre für Lhotzky dann doch angenehmer, als es die vielen typografischen Mängel im Buch zunächst erlauben, wie der Rezensent uns wissen lässt. Sommers historischer, im Spätmittelalter spielender, laut Rezensent mitunter leicht ältlich wirkender Text gewinnt durch das Wissen über seine Entstehung und das Leben des Autors, so Lhotzky.
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