Unter Mitarbeit von Doron Rabinovici. Seit dem Ende des Krieges fiebert er darauf hin, jetzt, Ende Mai 1946, ist es so weit: Felix von Geldern besteigt ein Schiff Richtung Europa, Richtung Wien. Acht Jahre vorher, unmittelbar nach dem "Anschluss", flüchtete die altösterreichische Familie vor dem Nationalsozialismus ins Exil nach New York. Und nun, wie steht es jetzt um Österreich, nach der Niederlage, nach der Befreiung? Rasch muss er erkennen, dass der Jubel auf dem Heldenplatz nicht durch Manipulation zustande gekommen ist, dass sich seine ehemalige Freundin zuerst Goebbels an den Hals geworfen hat und nun einem US-Oberst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2018
Rezensentin Verena Mayer hofft, dass Ernst Lothars Roman "Die Rückkehr" nun mehr Leser findet als bei seinem ersten Erscheinen im Jahre 1949. Denn die im Wien der Nachkriegszeit spielende Geschichte um den jungen Großbürger Felix, der aufgrund seiner anti-nazistischen Haltung nach New York flieht, bald nach Wien zurückkehrt und vom Wiener Bürgertum geächtet wird, besticht nicht nur die durch an Arthur Schnitzler oder Ödön Horvath erinnernde präzise Analyse der "Wiener Niedertracht", sondern auch durch pointierte, am Theater geschulte Dialoge, lobt die Kritikerin. Nicht zuletzt hat sie einen großen Roman über Heimatlosigkeit gelesen.
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