Jean Pauls Texte entstehen in der Umbruchzeit der Geschlechterdiskussionen um 1800: sie reflektieren virtuos die Spannung von Differenz und Angleichung der Geschlechter. Vor diesem zeitgenössischen Hintergrund arbeitet die vorliegende Studie eine Poetologie der Geschlechter bei Jean Paul heraus, die das Spezifische einer literarischen Modellierung betont.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.05.2001
In seiner knappen Kritik lobt der Rezensent mit dem Kürzel "kru." diese Studie über die Geschlechterbilder in Jean Pauls Werken ohne Einschränkung. "Scharfsinnig und detailgenau" sei diese Untersuchung, die selbst Jean Paul zu einer "partiellen Revision" seines Frauenbildes gebracht hätte, so der Rezensent angetan. Er preist das Buch als "luzide" und sieht insbesondere die Doppeldeutigkeit des Diskurses über Geschlechterverhältnisse, von der die Autorin spricht, "sehr deutlich belegt".
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