Wer weiß schon von Nietzsches Versuchen auf der Schreibmaschine, oder dass seine Schwester Elisabeth einige Jahre im südamerikanischen Dschungel zubrachte?! Vielfältig sind die Spuren, die Nietzsche in der Literatur hinterlassen hat: natürlich zunächst mit seinen eigenen Werken, aber auch mittelbar - etwa durch die Verwandlung des Übermenschen zu Superman in Amerika, in den Detektivgeschichten des Arthur Conan Doyle oder den Akten der Staatssicherheit, aus denen "Sarah Tustra" sprach. Die Rede geht außerdem von Musikern, Himmelskörpern, Wallfahrten, Pferden. Und so zeigen sich die Facetten eines Menschen, bei dem Leben und Geist oft ineinandergreifen - auf tragikomische und erhellende Weise.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2023
Amüsiert liest sich Rezensent Matthias Steinbach durch Elmar Schenkels Nietzsche-Buch, dem weniger an der Wahrheit, als an blühendem und - natürlich - fröhlichem Blödsinn im Zwischenbereich von Fakt und Fiktion gelegen ist. Der bis zu seiner Emeritierung 2019 in Leipzig lehrende Anglist Schenkel ist offensichtlich ein großer Nietzsche-Enthusiast, so Steinbach. Keine Spur sei ihm zu obskur, alles verstehe er mit allem zu kombinieren und auch Nietzsches vermeintliche und / oder tatsächlichen, teils möglicherweise gar inzestuösen Bettgeschichten komme nicht zu kurz. Ein kurzweiliger Ausflug in den "Nietzsche-Bastelkasten", in dem es gehörig "postmodernelt", lautet das Fazit.
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