Elmar Schenkel

H. G. Wells

Der Prophet im Labyrinth - Eine essayistische Erkundung
Cover: H. G. Wells
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2001
ISBN 9783552051720
Gebunden, 340 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

Man kennt ihn als Autor der "Zeitmaschine", als Erfinder phantastischer Geschichten über Außerirdische, Unsichtbare und Mischwesen zwischen Tier und Mensch: Doch damit ist nur eine Seite von Herbert George Wells benannt. Elmar Schenkels essayistischer Rundgang beweist: Dieser Autor hat auf vielfältige Weise das vergangene Jahrhundert beeinflußt, indem er Ideen bereitgestellt und prophetisch in die Zukunft gedacht hat...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2002

Eva Leipprand zeigt sich in einer äußert umfangreichen Rezension begeistert von Elmar Schenkels "essayistischen Erkundungen" zu H. G. Wells. Nachdem sie ausführlich über Wells' Leben und Werk berichtet hat, kommt sie auf Schenkels Monografie zu sprechen. Schenkel füge darin die verschiedenen Seiten von Wells zu einem Gesamtbild, das gleichzeitig eine Zusammenschau der Strömungen seiner Zeit sei. Sie hebt hervor, dass sich Schenkel frei in Wells' Werk bewegt, und dabei eher "thematischen als chronologischen Wegweisern" folgt. Für den Wells-Unkundigen liefert Schenkel im Anhang biografische Angaben, lobt die Rezensentin. Besonders angetan ist sie von der offenen Form des Essay, die "elegant" jede "wissenschaftliche Schwerfälligkeit" vermeide und dem Autor gestatte, "souverän in den Disziplinen der Geschichte, Literatur und Naturwissenschaft umherzuschweifen und seinen Gegenstand in ein dichtes Geflecht von Bezügen zu setzen". Insbesondere, wo es um die Wechselwirkung von Literatur und Naturwissenschaft geht, erweist sich Schenkel nach Ansicht von Leipprand als Spezialist. "Unser aller Geist, und damit auch die physische Welt, wäre sichtbar anders, wenn Wells nicht existiert hätte", zitiert Leipprand abschließend George Orwell, um die Bedeutung von Wells, der von der Literaturwissenschaft nicht immer freundlich behandelt wurde, zu unterstreichen. Eine Wechselwirkung dieser Art dingfest zu machen und darzustellen, hält sie für nicht gerade leicht. Um so größer ist ihre Wertschätzung für Schenkels Arbeit, der genau das gelungen sei.

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