Elizabeth Bishop

Die Farben des Kartographen

Gedichte
Cover: Die Farben des Kartographen
Residenz Verlag, Salzburg 2001
ISBN 9783701711796
Gebunden, 110 Seiten, 17,38 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Margitt Lehbert, mit einem Nachwort von Evelyn Schlag. Bishops schmales lyrisches Oeuvre überzeugt durch eine auf äußerste Einfachheit und Klarheit reduzierte Sprache und Gedankenführung und gilt als Höhepunkt einer amerikanischen Lyrik in der Tradition von Henry David Thoreau und Emily Dickinson. 1956 erhielt sie für den Gedichtband "A Cold Spring" den Pulitzerpreis, 1969 den National Book Award für "The Complete Poems".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2001

Wilhelm Genazino hat seine Rezension des Buches in zwei klar voneinander getrennt Teile gegliedert: sie besteht aus der Lobpreisung der amerikanischen Lyrikerin Bishop und aus der Klage über diese Auswahl von Gedichten aus vier verschiedenen Lyrikbänden der Autorin. Genazino preist Bishops "wunderbar einfache" Sprache, die weder "hermetisch abgeriegelt" noch rätselhaft sei und schwärmt, die Lyrikerin verwandele ihre Beobachtungen und Gedanken, die vor allem Naturerlebnisse wiedergeben, in einen "Riesenschatz". Der vorliegende Gedichtband allerdings ist für ihn ein einziges Ärgernis, was er um so schlimmer findet, als der Band die erste deutsche Gedichtsammlung der Lyrikerin ist. Er moniert, dass die Auswahl der Gedichte weder begründet noch angegeben wird, welchem Buch sie entnommen sind. Außerdem fehlt zu seiner Entrüstung fast überall die Datierung der Gedichte. Dass dann auch die Übersetzung einige "Holprigkeiten und Entgleisungen" aufweist, enttäuscht ihn zusätzlich, und selbst das Nachwort erweckt seinen Ingrimm, denn er geißelt es als "konzeptloses Durcheinander".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.10.2001

Mit eindringlicher Begeisterung bespricht Jan Wagner diesen Auswahlband der nordamerikanischen Lyrikerin. Er lobt ihre Beobachtungsgabe, die immer den Kern der Dinge treffe und dabei nie in Sentimentalitäten abgleite. Durch ihre Aufenthalte in Lateinamerika und die dadurch geprägte Themenwahl korrigiere Bishop "den kolonialen Blickwinkel", und dies mit großer "Imagination und der Lust an originellen Metaphern und Vergleichen". Voll des Lobes zeigt sich der Rezensent auch über die Auswahl dieses von Margitt Lehbert übersetzten Bandes, der einen hervorragenden Einblick in das Werk Bishops gebe.

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