Mitarbeit: Marieluise Beck, Maria Böhmer und Ursula von der Leyen. Wenn es um Krieg und Frieden geht, sitzen nur vereinzelt Frauen an den Verhandlungstischen. Ob in den Vereinten Nationen, in der Europäischen Union, auf der Münchener Sicherheitskonferenz oder in den Medien - Außen- und Sicherheitspolitik ist international noch immer weitgehend eine Männerdomäne. Liegt das an den Frauen selbst, an ihrer Ausbildung oder an den Strukturen? Fehlt ihnen oder den amtierenden männlichen Vertretern der Außenpolitik der Wille, an dieser Situation etwas zu ändern?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2018
Rezensent Stefan May entdeckt Hoffnungspotenzial in dem von Elisabeth Motschmann herausgegebenen Band mit 21 Beiträgen von Frauen im diplomatischen Dienst, in Spitzenpositionen in Politik und Institutionen. Wenn etwa die Botschafterin Österreichs in der Schweiz, Ursula Plassnik, für die Kompetenzen von Frauen wirbt und über Genitalverstümmelung schreibt, wenn die Außenministerin von Liechtenstein, Aurelia Frick, von Frauen in Krisengebieten berichtet oder die ehemalige Schweizer Botschafterin in Deutschland vom Jobsharing mit ihrem Mann erzählt, hört May eine persönliche, emotionale Note heraus. Leider lassen die Texte im zweiten Teil nach, meint er, und lassen eine eher konservative Ausrichtung bei der Hälfte der Beiträgerinnen erahnen.
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