Fünf vom Krieg traumatisierte Jugendliche aus Tschetschenien erleben die Schweiz. Die Menschenrechtlerin Elisabeth Gusdek Petersen zeichnet ihre Lebensgeschichte in fünf Porträts auf. Flucht und Vertreibung haben die Menschen in Tschetschenien schwer gezeichnet. Auf Initiative der Autorin, die über Jahre die russische Kaukasusrepublik besucht hat, konnten in den letzten Jahren fünf junge Tschetschenen in der Schweiz eine Ausbildung absolvieren, Sprachen lernen und eine neue Perspektive aufbauen. In ihrer Heimat hatten die drei Frauen und die zwei Männer schwerste körperliche und seelische Verletzungen erlitten, Angehörige verloren, Entwurzelung erfahren. Gusdek Petersen holte die Jugendlichen in die Schweiz und unterstützte sie bei der Auseinandersetzung mit der fremden Kultur. Nicht immer ein leichtes Unterfangen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2009
Rupert Neudeck hat zwei Bücher über Tschetschenien gelesen, die er nicht explizit bewertet. Großen Anteil am Leid nimmt er jedenfalls. Das Buch der Schweizer Menschenrechtlerin Elisabeth Gusdeck Petersen porträtiere das Schicksal von fünf Tschetschenen, die aus ihrer Heimat in die Schweiz geholt wurden, um dort eine Ausbildung zu erhalten. Trotz ihrer Erinnerungen erkennt der Rezensent bei den jungen Menschen den "ungebrochenen Willen" zur Verbesserung ihrer eigenen Situation. Und er begreift, dass die Kriegserinnerungen aus jungen Jahren wiederkehren.
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