Margarete Susman (1872-1966) gehört zu den großen Vordenkern der jüdischen Renaissance im frühen 20. Jahrhundert. Ihre Auseinandersetzung mit dem Judentum richtet sich vor allem auch auf die Bedeutung, die Religion für die Politik haben kann. Die Rabbinerin Elisa Klapheck bietet mit diesem Buch eine erstmalige, umfassende Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk Susmans. Dabei zeichnet sie die geistige Biografie einer zu Unrecht vergessenen religiösen Denkerin und Philosophin nach, die in einer Reihe mit ihren Freunden Georg Simmel, Martin Buber, Gustav Landauer, Ernst Bloch, Franz Rosenzweig oder Paul Celan zu nennen ist. Susmans Gedanken zur geistigen Bedeutung des Judentums für Europa, über die Revolution, die Frauenemanzipation, das Verhältnis von Religion und Staat und nicht zuletzt über die Beziehung zwischen Judentum und Christentum enthalten wichtige Anstöße für aktuelle Diskussionen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2014
Dass die Auseinandersetzung mit dem Judentum den Kern des Denkens der politischen und philosophischen Essayistin Margarete Susman darstellt, versteht Rezensentin Stefana Sabin mit dieser Studie der Politikwissenschaftlerin Elisa Klapheck. Der Autorin gelingt mit ihrer laut Rezensentin "akribischen" Arbeit das Porträt einer Grenzgängerin zwischen Philosophie und Literaturkritik, die der Erste Weltkrieg politisch geprägt hatte und die das Judentum als Religion der Vernunft sah. Das Ziel, Susman dem Vergessen zu entreißen und die Originalität vor allem ihres politischen Denkens zu erweisen, erreicht die Autorin für Sabin auf beeindruckende Weise.
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