Gekürzte Hörbuchfassung. Markus Hering liest auf 4 CDs aus dem finnischen Epos in der Neuübersetzung von Gisbert Jänicke. Über zwanzig Jahre zeichnete Elias Lönnrot Sagen und alte Lieder auf, die er dem Gedächtnis des Volkes entlocken konnte. 1849 veröffentlichte er das finnische Nationalepos Kalewala. Wer in die Welt des Kalewala eintritt, befindet sich mit einem Schlag in einer Zeit, in der Singen und Zaubern noch zwei Wörter für dieselbe Sache waren. So erliegen wir den prallen Erzählungen von unglaublichen Taten der Helden Wäinämöinen, Ilmarinen und Lemminkäinen, wir lauschen den grandiosen Naturbeschreibungen und leiden mit den verlassenen Müttern und Geliebten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2005
Rezensent Tobias Lehmkuhl ist begeistert von dieser Hörspieladaption des finnischen Nationalepos Kalewala. Sie basiert auf einer zwar gekürzten, aber trotzdem einen gut Eindruck vermittelnden Fassung der hoch gelobten Neu-Übersetzung von Gisbert Jänicke. Nach Lehmkuhls Eindruck ist der Sprecher Markus Hering selbst dem "Zauber dieses Epos" verfallen: "Mit Staunen führt er einen durch die Verse, von den Ereignissen immer wieder überrascht und berührt. Geradezu liebevoll schmiegt sich seine Stimme an den Text." Zwar sind die Geschichten nordisch-spröde. Doch das mindert die Magie des auf Volksliedern beruhenden Epos jedoch in den Augen des Rezensenten keineswegs. Man muss nicht mit Keulen zuschlagen, um einen Sieg zu erringen, hat Lehmkuhl gelernt. Manchmal tut es auch ein Lied.
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