Aus dem Finnischen von Ritva Katajainen, Benjamin Schweitzer und Roman Schatz. Die Geschichte beginnt im Jahr 1882, als der junge Dirigent und Komponist Robert Kajanus nach dem Auslandsstudium in seine Heimatstadt Helsinki zurückkehrt und das erste Symphonieorchester Finnlands gründet. Kajanus fördert einen jungen Kollegen namens Jean Sibelius. Die beiden sind die Paten der finnischen Klassik, Sibelius vor allem als stilprägender Komponist.
Beide Künstler setzen auch in der Ausbildung von Musikern, Sägern und Dirigenten in Helsinki Maßstäbe. Sie machen das Musikinstitut Helsinki zu dem, was es heute ist. Ab 1939 trägt das Konservatorium Sibelius' Namen - und bis heute ist die Sibelius-Akademie die Zauberschule der finnischen Ton- und Dirigierkunst.
Ihr Großmeister ist derzeit Jorma Panula: Alle der heute weltweit erfolgreichen finnischen Dirigenten haben unter anderem bei ihm ihr Handwerk erlernt. Auf seinem Können und seiner Lehre bauen die finnischen Maestros der Gegenwart auf: Jukka-Pekka Saraste steht als Chefdirigent am Pult des WDR Symphonieorchesters.
In Wien begeistert Mikko Franck regelmäßig das Opernpublikum. Erkki Korhonen hat jahrelang das Opernstudio Zürich geleitet. In nahezu jeder Konzertsaison ist Esa-Pekka Salonen zu Gast beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Susanna Mälkki begeistert mit ihren internationalen
Gastdirigaten die Fans der Neuen Musik. Sie alle sind Weltstars der klassischen Musik - und sie alle kommen aus Finnland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2017
Jan Brachmann empfiehlt Vesa Sirens Buch nicht nur Finnlandfreunden, sondern allen Musikinteressierten. Auch wenn der Autor die brennende Frage, warum so viele erfolgreiche Dirigenten aus Finnland kommen, für Brachmann nicht abschließend beantworten kann und Siren mit Selbstlob nicht spart, das laut Rezensent treffend übersetzte Buch scheint ihm als Kollektivbiografie finnischer Dirigenten und Geschichte des Orchesters in Finnland durchaus bemerkenswert. Quellenreich, persönlich und kurzweilig versieht der Autor diese Aufgabe, meint Brachmann, der hier auch erfährt, welch tragende Rolle der Alkohol im Macho-Klub finnischer Dirigenten spielt.
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