Aus dem Englischen von Matthias Schulz. Für seine Fans verheißt er die Rückkehr goldener Zeiten. Für seine Gegner ist er wahlweise ein Lügner, ein Großmaul, ein Demagoge, ein Rassist oder vieles mehr.
Ganz egal, wie man zu ihm steht - der Immobilien-Tycoon ist dem mächtigsten Amt der Welt bereits näher gekommen, als alle es für möglich gehalten hätten. Zeit also, sich zumindest einmal mit seinen Ansichten vertraut zu machen. Diese finden sich in seinem aktuellen Buch, in dem er, wen wundert's, darlegt, wie er sein geschundenes Land wieder zu alter Größe führen kann.
Trump ist gar nicht mal so sehr ein Populist, viel eher trifft auf ihn die Beschreibung eines Narzissten zu, "der den Bezug zur Realität beim Flirt mit sich selbst" verloren habe, meint Rezensent Ansgar Graw. Überall verzerrt der kaum noch zu vermeidende republikanische Präsidentschaftskandidat die Wahrheit, so der Rezensent: Wenn Trump behauptet, dass er die illegale Immigration stoppen will, vergesse er zu erwähnen, dass sie sinkt - genauso wie die legale Immigration. Wenn er sich auf die Brust schlägt, wie hart er mit Iran verhandelt hätte, vergesse er dazu zu sagen,dass auch Russland und China bei den Verhandlungen am Tisch saßen. Bleibt Graw nur die Hoffnung, dass es Trump am Ende nicht schafft.
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