Michael Wolff
Alles oder nichts
Donald Trumps Rückkehr an die Macht

Droemer Knaur Verlag, München 2025
ISBN 9783426284803
Gebunden, 480 Seiten, 28,00 EUR
ISBN 9783426284803
Gebunden, 480 Seiten, 28,00 EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Strerath-Bolz, Monika Köpfer, Gregor Hens, Thomas Gunkel, Sylvia Bieker, Pieke Biermann und Stefanie Römer. Donald Trumps zweite US-Präsidentschaft ist eines der größten politischen Comebacks aller Zeiten und erschüttert die Welt. Das beweist schon der Weg, auf dem er zurück ins Weiße Haus gelangt ist. Der Journalist Michael Wolff hat Trump dabei so eng begleitet wie niemand anderes: Wir dringen in die Kitschwelt von Mar-a-Lago ein, sitzen in unterkühlten Gerichtssälen und im Wohnzimmer des Trump Tower in New York; wir beobachten den US-Präsidenten bei seinen Ausrastern, Geistesblitzen und täglich vierstündigen Golfrunden; wir lernen eine schillernde Entourage kennen, die jetzt auf einflussreichen Posten in Washington sitzt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2025
Michael Wolff schreibt "eingängig und ausfällig" nun schon sein viertes Buch über Donald Trump, von dem er ebenso fasziniert wie abgestoßen ist, wie es Rezensent Jean-Martin Büttner festhält. Quellentransparenz ist in diesem Buch nicht so seine Stärke, dafür liest es sich eingängig, rapide, wie ein Drehbuch, und liefert eine hervorragende "Charakterstudie", findet Büttner. Weitestgehend an Fakten und der Realität vorbei inszeniert sich Trump als mutiger Kämpfer für die Freiheit Amerikas, während Wolff darauf aufmerksam macht, dass seine Frau ihn hasst und Rudy Giuliana seinetwegen zum Säufer wurde und, so prognostiziert er außerdem, auch die Beziehung zum Multimilliardär Musk nicht lange halten wird. Dieses Buch ist weniger politische Analyse und mehr ein Bild eines verhassten Mannes, das der Autor da gekonnt lebendig eingefangen hat, schließt er.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.03.2025
Allzu viele neue Erkenntnisse sollte man von diesem neuen, vierten Trump-Buch Michael Wolffs nicht erwarten, so Rezensent Matthias Kolb, gut lesbar ist es freilich schon. Wolff, der Trump verachtet, verzettelt sich oft in nebensächlichen Anekdoten, und wie korrekt das Buch recherchiert ist, bleibt letztlich offen, meint Kolb. Einigen Wert hat der Band jedoch als Rekapitulation des Wahlkampfes, der Trump ein zweites Mal an die Macht brachte, außerdem bekommt Wolff laut Kolb die mythische Dimension Trumps zu fassen - selbst enge Mitarbeiter wissen, dass Trump oft schlecht informiert ist und Stimmungsschwankungen unterliegt, sie glauben jedoch, dass der Präsident einen anderen, privilegierten Bezug zur Wirklichkeit hat, auch das Attentat im Juli 2024, das Trump überlebte, passt in dieses Bild. Nichts Interessantes liest der Rezensent bei Kolb über das Trump-Musk-Bündnis, aufschlussreich sind hingegen Passagen zu den Trump-Helfern Boris Epshteyn und Natalie Harp. Insgesamt bekommt Wolff Trump und dessen Politikstil doch recht gut zu fassen, so der Tenor der Besprechung.
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