Dirk von Petersdorff

Unsere Spiele enden nicht

Gedichte
Cover: Unsere Spiele enden nicht
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406774409
Gebunden, 80 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Heute in Winterträumen bin ich ein Schiff / in einem dunstigen Kanal mit Gegenverkehr.Ist da ein Streifen, wo am Horizont,/ bitte lippenrot, nicht wundenrosa?"Nichts behält seine Gestalt / und nichts geht verloren", heißt es im Auftaktgedicht "An eine Dreizehnjährige" in Dirk von Petersdorffs neuem Lyrikband. Das liebevoll beobachtende, detailreiche, ebenso fein ironische wie unerschrockene Gedicht über die Tochter mit seinem melancholischen Unterton gibt die Stimmung vor für die ganze Sammlung: "Aus deinem Zimmer trage ich / einen Joghurtbecher mit Schimmelkultur / und ein Müsli, hart geworden / wie Mörtel: Man könnte ein Haus damit bauen./ Du aber willst kein Haus, sondern auswandern." Schwellen zum Leben, zum Tode, Abschiede und Ankünfte, alte und neue Liebe, die Gegenstände des Alltags und die der Pop- wie der Hochkultur, August Macke und das Skateboard: Dirk von Petersdorff ist der Lyriker einer unabgeschlossenen Gegenwart, die sich dem Ältesten verwandt fühlt, in ihm aber trotzdem keine rückhaltlose Geborgenheit finden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2021

Zwischen "Brentano und Tocotronic" oder "Eichendorff und Supertramp" verortet Rezensent Jan Wiele die Gedichte von Dirk von Petersdorff - und zwar nicht nur wegen der Portion Romantik und der Tatsache, dass Petersdorff einige Gedichte "Song" nennt. Die hier versammelten Sehnsuchtsstücke muten den Kritiker mitunter poppig an, etwa wenn der Dichter sich an seinen alten roten Golf erinnert, von Italien träumt oder an die eigene Kindheit und Jugend denkt. Und dass Petersdorff auch die klassische Form beherrscht, zeigt Wiele nicht zuletzt das seiner Meinung nach "schönste" Stück des Bandes über einen "schneebesetzten Mohairpullover".
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