Rezensent und Autor tragen zwar den gleichen Nachnamen und haben ziemlich ähnliche Vornamen, sind also Namensvettern, aber nicht miteinander verwandt. Das behauptet jedenfalls der Rezensent Detlef Kuhlbrodt, der von mehreren Annäherungsversuchen zwischen sich und dem älteren Kuhlbrodt berichtet. Gelegenheit gab es öfter mal, Kuhlbrodt junior wie senior sind Filmkritiker. Der ältere wiederum, Verfasser des "Kuhlbrodtbuches", das er sich zum 70. Geburtstag gegönnt hat, war außerdem Staatsanwalt und Naziankläger. Für seine Erinnerungen folgt er assoziativ seinem Erinnerungsfluss, in dem es viel um Geschichte und Politik und die Liebe zum Theater geht, wie Kuhlbrodt jun. berichtet. Und wie sich das irgendwann miteinander verband, als das Mittel der Travestie ein aktives Gegenkonzept zur "Wiederkehr des Verdrängten" wurde, das sich nicht immer leicht aushalten ließ. Ein lehrreiches und jedenfalls vergnüglich zu lesendes Buch, meint der Rezensent.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…