Ja, Panik

Futur II

Cover: Futur II
Verbrecher Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783957321923
Taschenbuch, 272 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Ja, Panik, die mittlerweile in Berlin ansässige österreichische Gruppe, feiert im Herbst dieses Jahres ihren zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass haben sich die Mitglieder in einem einmonatigen Experiment gegenseitig ihre Version der Bandgeschichte erzählt. Der Schlagzeuger Sebastian Janata und der Bassist Stefan Pabst begaben sich in die Ja, Panik-Archive in Wien und Berlin. Die Keyboarderin Laura Landergott interviewte die für die Bandgeschichte prägenden Persönlichkeiten. Die Resultate dieser Recherchen unterzog Songwriter Spechtl täglich einer strengen Prüfung. So entsteht aus dem E-Mail-Verkehr eine Geschichte der Gruppe.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.11.2016

Elias Kreuzmair hält die Band Ja, Panik für zukunftsweisend, auch wenn Sänger Spechtl das sicher ablehnen würde. Was die Bandmitglieder als Autorenkollektiv unterwegs in Berlin, Wien und den Tropen an Lesenswertem zusammentragen, hat für den Rezensenten jedenfalls wenig mit herkömmlicher Bandgeschichte zu tun. Zwar liest er auch Probenraumanekdoten und Interviews mit Bandbegleitern, doch was speziell Spechtl in Sachen Selbstvergewisserung, Künstlerethos und existenzielle Kunst aufschreibt beziehungsweise per Email-Austausch mit den Kollegen wälzt, geht für Kreuzmair deutlich in Richtung (frühromantischer) Literatur.