Klappentext
Ein persönlicher Aufruf des Bestsellerautors Daniel Schreiber zum aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses.Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2025
Gemischte Gefühle hat Rezensentin Julia Rothhaas bei der Lektüre von Daniel Schreibers Aufruf zur Nächstenliebe trotz widriger Umstände. Denn an der Überzeugung des Autors, dass Resignation und Zynismus eben auch keine Lösung seien, sondern uns nur der Glaube an das Gute im Gegenüber helfe, gebe es prinzipiell nichts auszusetzen, ebensowenig an seinen Handlungsanweisungen wie: persönliche Gespräche suchen, genau zuhören, Ungleichheit bekämpfen und radikal freundlich sein. Neu sei das alles aber nicht, und bei dieser "Quintessenz" sei man auch schon nach dem ersten Viertel des Buchs angelangt. Wirklich störend findet die Kritikerin dann aber, dass Schreibers philosophisch sehr fundierten (und ausführlich belegten) Reflexionen zum Thema immer wieder von vergleichsweise platt wirkenden Einschüben zu den Schreibseminaren des Autors unterbrochen werden - auch Schilderungen von Waldspaziergängen wirken da wie eine nervige "Werbepause zwischen Fromm und Arendt", beschwert sich Rothhaas. Dass Schreiber zusätzlich private Dramen aus seinem Leben andeutet, aber nie richtig erklärt, kann sie auch nicht verstehen - und bleibt so insgesamt etwas irritiert zurück.
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