Daniel J. Levitin

Die Welt in sechs Songs

Warum Musik uns zum Menschen macht
Cover: Die Welt in sechs Songs
C. Bertelsmann Verlag, München 2011
ISBN 9783570580202
Gebunden, 335 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Kann man das Wesen der Menschheit anhand von sechs Songs erklären? Der Hirnforscher und Rockmusiker Daniel Levitin führt uns zum Beweis seiner gewagten These durch die Geschichte der Menschheit, angereichert mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft und mit jeder Menge Anekdoten aus seinem Leben und dem befreundeter Musiker wie Sting oder Joni Mitchell. Denn nicht nur die Sprache ist es, die uns von anderen Spezies unterscheidet, sondern in noch viel größerem Maß unsere Musikalität. Mit Liedern besiegeln die Menschen seit Urzeiten Freundschaft, sie erzeugen Freude, spenden Trost, geben Wissen und religiöse Rituale weiter und besingen die Liebe. Ob Levitin Songs von den Beatles, Bob Dylan oder Ray Charles anführt: Man hat die Melodie sofort im Ohr. Denn keine andere Kunst erreicht den Menschen so unmittelbar wie die Musik.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.12.2011

Bücher über die Wirkung von Musik auf das Individuum gibt es viele, Daniel J. Levitin aber zielt auf die Musik in ihrer Wirkung auf das große Ganze, stellt Wolfram Goertz fest. Levitin ist Autor, Musiker und Neurowissenschaftler, was in den Augen des geneigten Rezensenten ein eindeutiger Vorteil ist. Die Thesen des Autors besagen, dass Musik Rituale prägt, Gesellschaften festigt und direkt auf das Gehirn einwirkt. So staunt der Rezensent gern über die vielen Beispiele faszinierender Musikwirkung, zieht seinen Hut vor dem weitgestreuten Musikinteresse des Autors,  und bewundert seine ausführlichen Beschreibungen von Musikstücken. Das einzige, was er bedauert ist, dass Levitin sich bei seinen Musikexempeln überwiegend auf Lieder besinnt, da Goertz Instrumentalmusik für einflussreicher auf das Weltgeschehen hält.

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