Aus dem Englische von Ute Kruse-Ebeling. Der Klimawandel wird die Welt wie auch unsere Gesellschaft schon sehr bald drastisch verändern, so viel steht fest. Aber meist sind wir zu sehr beschäftigt damit, zu konsumieren und das dafür nötige Geld zu verdienen, um unseren Lebensstil zu hinterfragen. Und viel zu oft glauben wir, allein ja doch nichts gegen die Übermacht der Politik und der großen Konzerne ausrichten zu können. Doch jeder gesellschaftliche Wandel beginnt mit kleinen Schritten. Der Aktivist und Autor Cyril Dion mobilisiert in Frankreich erfolgreich viele Millionen Menschen und hat zuletzt mit der größten Petition in der Geschichte des Landes Aufsehen erregt. Er erklärt, wie lokale Initiativen große Veränderungen bewirken können und was jeder Einzelne tun kann, um unsere Erde vor der Katastrophe zu retten. Ein Handbuch für ein umweltverträgliches und erfüllendes Leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019
Joachim Müller-Jung gefällt der Ansatz des Aktivisten Cyril Dion, der sich für neue kollektive Narrative in Sachen Klimabewusstsein ausspricht, um das träge politische System, die von kurzfristigen Interessen geprägten Handlungsmuster der Politiker und schließlich das überkommene Narrativ von Konsum und Wohlstand zu überwinden. Dass der Autor die Revolution von unten, vom Einzelnen, vom Alltag her entwirft und auf den Lawineneffekt setzt, erscheint dem Rezensenten sinnvoll, zumal die von Dion angepeilte Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern in vielen Staaten und Städten bereits stattfindet (Stichwort: UN-Klimaziele), wie Müller-Jung weiß.
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