Cristina De Stefano

Oriana Fallaci

Ein Frauenleben
Cover: Oriana Fallaci
btb, München 2016
ISBN 9783442714162
Taschenbuch, 352 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Judith Schwaab. Unbequem, unerschrocken, kompromisslos - Oriana Fallci war die große Ikone der journalistischen Literatur. Oriana Fallaci führte ein Leben in Extremen: Als weltberühmte Reporterin und Autorin zahlreicher Bücher berichtete sie aus Kriegsgebieten und provozierte Staatsmänner, sie lebte den Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Die Frage danach, was es heißt, eine Frau zu sein, begleitete sie ihr Leben lang. Sie arbeitete für die wichtigsten internationalen Zeitungen wie die Londoner Times, Life und die New York Times, und sprach mit zahlreichen bekannte Persönlichkeiten - ihr Interviewstil war so gefürchtet wie legendär.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2017

Edeltraud Rattenhuber erfährt aus Cristina de Stefanos Biografie über Oriana Fallaci Aufschlussreiches über die frühen Prägungen der italienischen Journalistin, Frauenrechtlerin, Kriegsreporterin und Romanschriftstellerin. Eine Fleißarbeit erkennt Rattenhuber in dem Buch, insofern, als die Autorin ihrer Arbeit viel Material, Briefe und Gespräche mit Weggefährten, zugrundelegt. Ohne Pathos funktioniert ein Buch über "die Fallaci" nicht, weiß Rattenhuber auch und verzeiht es der Autorin, wenn sie die Zerrissenheit Fallacis thematisiert, ihre Zerbrechlichkeit und ihre dauernde Selbstüberforderung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2016

Antje Kunstmann begrüßt sehr, dass mit Cristina De Stefano endlich jemand eine Biografie über Oriana Fallaci geschrieben hat. Fallaci war in den siebziger Jahren eine international bekannte Journalistin und absolute Ausnahmeerscheiung. Sie wusste zu polarisieren. Ihre Reportagen und Interviews  werden heute standardmäßig an amerikanischen Universitäten gelehrt. Ihren Ruf ramponierte sie sich allerdings etwas mit ihren polemischen Islam-Büchern, die sie nach Anschlägen vom 11. September veröffentlichte. So hochgelobt Fallacis Arbeiten waren, wurde ihr eines doch nie zuteil, wundert sich Kunstmann: Ansehen. Das hatte sie laut Kunstmann aber redlich verdient. De Stefano füllt nun diese Lücke, wie die Rezensentin erfreut feststellt, und erzählt in einer "leicht erzählten und profund recherchierten" Biografie die Lebensgeschichte der Autorin mit der ihr zustehenden Empathie.

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