Bertha Badt-Strauss war in den 20er und 30er Jahren eine der bekanntesten Publizistinnen in Deutschland. Als Zionistin zählte sie zu den Vertretern der jüdischen Erneuerungsbewegung um Martin Buber und Franz Rosenzweig. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit edierte sie Texte unter anderem von Heinrich Heine, Rahel Varnhagen, Fanny Lewald und Moses Mendelssohn. 1939 emigrierte sie in die USA, wo sie beruflich schnell wieder Fuß fassen und für die Emigrantenpresse schreiben konnte. Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte, von Martina Steer anschaulich erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.04.2005
Der Rezensent Thomas Meyer lobt die diese Biografie über Bertha Badt-Strauss ähnlich schnörkellos, wie er auch die Arbeit der Historikerin Martina Steer empfindet. Das ist allerdings ein Kompliment. Er findet die Lebensgeschichte der jüdischen Autorin, die gleichzeitig Teil einer jüdischen intellektuellen Bewegung ihrer Zeit war, in einem "klugen Buch" zusammengefasst, das "kompetent und in klarer Sprache" durch ihr Leben führt. Zudem gelingt es der Autorin, in ihre "intellektuelle Biografie" auch die Ergebnisse der neueren Frauenforschung einfließen zu lassen.
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