Claudia Benthien

Haut

Literaturgeschichte - Körperbilder - Grenzdiskurse
Rowohlt Verlag, Reinbek 1999
ISBN 9783499556265
Taschenbuch, 320 Seiten, 12,73 EUR

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2000

Richard Kämmerlings lobt in seiner Besprechung die "Griffigkeit", mit der Benthien die "handfeste Natur ihres Gegenstandes" behandelt. Zwar macht er einen gewissen "theoretischen Eklektizismus" aus, aber den kennzeichnet auch seine Kritik. Kämmerlings springt von Kafkas Erzählung "Die Strafkolonie" zum französischen Analytiker Didier Anzieu, hüpft zurück in die Frühe Neuzeit - damals hielt man Haut für etwas durchlässiges - dann geht es mitten ins 18. Jahrhundert, wo man die Haut mit viel Schminke in eine undurchdringliche Maske verwandelte und schließlich landen wir mit Kämmerlings bei Balzac, der bereits eine "ausdifferenzierte `Semiotik der Oberfläche`" betrieben habe. Immerhin: Kämmerlings scheint durch den Text sichtlich angeregt, wenn sich auch nicht unmittelbar mitteilt, warum.
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