Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2003
Das Völkerstrafrecht, weiß Claus Roxin, ist eine noch junge und dennoch bereits unübersichtliche Disziplin, und deshalb begrüßt er Christina Möllers Buch, eine Einführung in ihre "kriminologischen, straftheoretischen und rechtspolitischen Aspekte", von ganzem Herzen. Möllers Schwerpunkt liege nicht bei den juristischen Grundlagen der Beurteilung von Straftaten; stattdessen betrachte sie zunächst die Geschichte der - zumeist ungesühnten - "Menschheitsverbrechen", um in einem zweiten Teil den Ursachen kollektiver Gewalt und dem Problem der "individuellen Zurechenbarkeit" nachzugehen und im abschließenden Drittel die Frage zu stellen, "welche Zwecke mit der gerichtlichen Ahndung völkerstrafrechtlicher Delikte verfolgt und erreicht werden können". Ihre Antwort: "die Schaffung universaler Wertvorstellungen". Roxin lobt die Argumentation, die "allgemein verständliche Sprache" sowie das ausführliche Literaturverzeichnis und empfiehlt Möllers Buch uneingeschränkt, am besten im Doppelpack mit Kai Ambos' bahnbrechender Studie "Der Allgemeine Teil des Völkerstrafrechts", das Grundlagen für eine allgemeine juristisch Beurteilung der Verantwortlichkeit lege.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…