Es glaubt niemand mehr an das Ende der Geschichte und zugleich haben die großen Entwürfe des 19. Jahrhunderts ihre Orientierungskraft verloren. Die Autoren antworten auf die Probleme, vor die sich die Geschichtsphilosophie heute gestellt sieht: Was können Aufklärung und Befreiung noch bedeuten? Wie erfolgt die Loslösung von den Zwängen der Gegenwart und geschichtlicher Entwicklungen? Welche Aufgaben stellt uns die Vergangenheit und was heißt es, diese anzunehmen?
Als Beitrag zur historischen Urteilskraft scheint dieser Sammelband für Robert Zwarg durchaus zu taugen. Zumal in den Beiträgen selten, wie Zwarg findet, der politische Gehalt unter akademischer Rede respektive Fachsprache begraben wird. Wie geht Geschichtsphilosophie am Beginn des 21. Jahrhunderts und was kann sie leisten? Diesen Fragen begegnen die Autoren von Christian Schmidt bis Christoph Menkes laut Rezensent mit der nötigen Besinnung auf ein handlungsmächtiges Subjekt, auf Utopien und ein prozessuales Verständnis von Freiheit. Dass sich die unterschiedlichen Beiträge im Band zu einer inhaltlich kohärenten und gesellschaftspolitisch relevanten Zusammenschau fügen, hält Zwarg für eine Ausnahme unter den Sammelbänden.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…