Christian Bumke (Hg.), Anne Röthel (Hg.)

Autonomie im Recht

Gegenwartsdebatten über einen rechtlichen Grundbegriff
Cover: Autonomie im Recht
Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2017
ISBN 9783161548833
Kartoniert, 436 Seiten, 84,00 EUR

Klappentext

Autonomie zählt zu den elementaren Grundbegriffen von Recht und Rechtsordnung. Dabei haben wir es mit einer gleichermaßen elementaren wie wandlungsfähigen Vorstellung zu tun. Solche unabgeschlossenen Vorstellungen wie Autonomie rücken gerade in Zeiten großer gegensätzlicher Bewegungen in den Vordergrund. Doch was genau lässt sich aus Autonomie für das Recht folgern, während die Grenzlinien zwischen Menschen und Maschinen verschwimmen, Märkte immer wieder aufs Neue Phasen der Regulierung und De-Regulierung erleben und die multikulturelle Öffnung unserer Gesellschaft sowohl die Auflösung als auch die Re-Dogmatisierung des Privaten bewirkt? Die hier versammelten Beiträge aus der Rechtswissenschaft, der Ethnologie und der Politikwissenschaft zeigen Wege auf, wie das Nachdenken über Autonomie im Recht gelingen kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.07.2017

Wie steht's um die Autonomie? Entgegen allen Unkenrufen gar nicht so schlecht, denkt sich Jochen Zenthöfer beim Lesen des von Christian Bumke und Anne Röthel herausgegebenen Bandes. Trotz Verbraucherschutz, richterlicher Inhaltskontrolle und Diskriminierungsverboten vermag ihm Röthel ein Privatrecht vorzustellen, das die Gestaltungsfreiheit eher erweitert als begrenzt hat. Und Rüdiger Veil zeigt dem Rezensenten in einem Beitrag, was die Regulierung der Finanzmärkte im Einzelnen bewirkt hat und wie es um die Autonomie der Anleger bestellt ist. Für Zenthöfer bietet der Band mit seinen vielfältigen Einblicken das analytische Werkzeug, um über Regulierung nachzudenken.
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