Klappentext

Übersetzt von Jutta Himmelreich, Gudrun Honke und Michael Kegler. Mit einem Nachwort von Manfred Loimeier. "Das Gegenteil von Vielfalt lautet Einfalt" (Ilija Trojanow) - davon sind die MacherInnen der Veranstaltungsreihe "stimmen afrikas" überzeugt und versuchen nach nunmehr zehn Jahren, die Einfalt durch die Vielfalt der Geschichten, Sprachen und Stile zu überwinden. Sie verschafften den Stimmen unseres Nachbarkontinents Gehör, um sie dem ungenierten Rassismus und den unerträglichen populistischen Rufen nach Abschottung entgegenzuhalten. Denn nichts bringt uns den Menschen so nahe wie ihre Erzählkunst. Eigens für diese Anthologie haben zehn afrikanische Autorinnen und Autoren, die Gäste im Allerweltshaus waren, Geschichten geschrieben: Zukunftsvisionen aus zehn Ländern, Utopien und Dystopien, die mit ihren unterschiedlichen Sujets und Erzählweisen einen Eindruck vom Reichtum der afrikanischen Literaturszene vermitteln.
Die Autoren: José Eduardo Agualusa (Angola), Ellen Banda-Aaku (Sambia), Ken Bugul (Senegal), Aya Cissoko (Mali), Youssouf Amine Elalamy (Marokko), Tendai Huchu (Simbabwe), Sonwabiso Ngcowa (Südafrika), Okwiri Oduor (Kenia), Nii Ayikwei Parkes (Ghana) und Chika Unigwe (Nigeria).

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 02.07.2019

Ulrich Noller begrüßt die fünf männlichen und fünf weiblichen literarischen Stimmen aus Afrika zum Thema Zukunft in diesem von Christa Morgenrath und Eva Wernecke herausgegebenen Band. Wie sich die Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem Senegal, aus Angola oder Nigeria die Zukunft ihres Kontinents ausmalen, indem sie Themen wie Migration, Digitalisierung, Gender behandeln, findet er aufschlussreich. Die so entstandenen Geschichten geben Noller einen Einblick in Regionen und Schreibweisen und dienen gut als Einführung in afrikanische Literaturen, wie er meint.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.05.2019

Einem breiten Spektrum afrikanischer ErzählerInnen ist Rezensentin Angela Schader in diesem Band begegnet, der die Zukunft Afrikas im Jahr 2016 imaginiert. In den Geschichten von Aya Cissoko, Ellen Banda-Aaku, Tendai Huchu oder Nii Parkes erlebt sie Frauen im Moment des Triumphes, Großmütter ebenso wie junge Spitzenmediziner. Nicht alles hat sie überzeugt, manches erscheint ihr etwas schwarzweiß gezeichnet, anders nicht ganz zu Ende gedacht. Aber in den besten Momenten spiegeln sich die Geschichten sehr reizvoll ineinander. Am schönsten findet Schader die Erzählung der Kenianerin Okwiri Oduor, in der ganz "unangestrengt" Reales und Magisches ineinanderfließen.