Janos Riesz

Blick in den schwarzen Spiegel

Das Bild des Weißen in der afrikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts
Cover: Blick in den schwarzen Spiegel
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2003
ISBN 9783872949356
Kartoniert, 350 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Hedinger. Mit Texten von 61 Autoren, darunter Christopher Mtiva, Lomami Tchibamba, Cheikh Hamidou Kane, Tsitsi Dangarembga, Rene Philombe, Amadou Hampate Ba, Bernard Dadie, Camara Laye, Sindiwe Magona, Ferdinand Oyono, Abdulrazak Gurnah und Okot p'Bitek. Die afrikanische Literatur in europäischen Sprachen ist auf weite Strecken eine Auseinandersetzung mit den Europäern: vom Schock der ersten Begegnung bis zum Widerstand gegen das europäische Modell geht es dabei vor allem um Fragen der Macht. Von der Grundfrage: Worauf beruht die Überlegenheit Europas? über das Studium ihres Verhaltens, ihrer "zivilisatorischen" Leistungen, von der Nachahmung bis zur ironischen Distanzierung und stolzen Selbstaffirmation reichen die Wahrnehmungsmuster. Neben die Gefühle tiefer Abneigung treten dabe auch Verständnis und Verstehenwollen, Freundschaften und Liebesbeziehungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2003

Der Bayreuther Afrikanist Janosz Riesz hat in dieser umfangreichen Anthologie Texte von 61 afrikanischen Literaturschaffenden und anderen "Informanten" versammelt, berichtet Angela Schader. Um Themen wie "Gewalt und Widerstand" oder "Liebe, Freundschaft und andere Missverständnisse" herum versucht er dabei, erfährt man, einen möglichst vielfältigen Eindruck vom Blick Afrikas auf uns Europäer zu geben. Schader lobt, dass das Buch auf diese Weise "ein historisch wie inhaltlich breites und klug konzipiertes Themenspektrum" biete. In ihrer umfangreichen Besprechung dieses "so unbequemen wie faszinierenden Buches", wie sie lobt, hebt die Rezensentin außerdem eine Reihe von Beiträgen hervor, darunter solche, die wohlbekannte europäische Vorurteile gegenüber Schwarzen zurückspiegeln würden, wie diejenigen hinsichtlich "mangelnder Schamhaftigkeit" oder "unzivilisierter" Essgewohnheiten etwa. Bedauert hat die Rezensentin nur, vor allem in zwei Kapiteln, dass der Herausgeber sich "auf knappste Einführungen" der Autoren beschränkt, und sie nicht, etwa in einem Anhang, genauer einordnet.

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