Die 13-jährige Jabulile hat gerade das Mädchenteam von Masi mit einem Traumtor in Führung gebracht, als plötzlich ein fremder Junge vor ihr steht und strahlend gratuliert. Es ist Romeo. Doch schon kommt Jabuliles Bruder herbeigestürmt und verjagt den Fremden. Er ist einer der Flüchtlinge aus Simbabwe und vielen im Township sind "die Simbos" ein Dorn im Auge. Die Jagd auf den Fremden beginnt und gleichzeitig nimmt die Liebesgeschichte von Romeo und Jabulile ihren Anfang. Ein Jugendbuch vor dem Hintergrund wahrer Begebenheiten in Südafrika.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2010
Im Township Masiphumelele südwestlich von Kapstadt spielt die Geschichte, die Lutz van Dijk hier erzählt. Und was hier geschieht - nämlich rassistische Ausschreitungen gegen Zuwanderer aus Somalia und Simbabwe -, trug sich so oder ähnlich im Jahr 2008 tatsächlich zu. Van Dijk macht daraus eine tragische Liebesgeschichte: Die dreizehnjährige Jabulile verliebt sich in den aus Somalia gekommenen Romeo, der kein strahlender Held ist und durch Kinderlähmung behindert. Nach der Nacht der Ausschreitungen ist Romeo verschwunden und Jabulile findet ihn bei offenem Ausgang nicht wieder. Der Rezensent Fridtjof Küchemann lobt die "feinen Striche", mit denen der Autor seine Geschichte entwerfe, bemängelt jedoch, das manches Anzusprechende "unangesprochen" bleibt.
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