22 Porträts. Fast unbekannt ist bis heute die Tatsache, dass es neben den berühmten Königinnen Altägyptens, wie Nofretete und Kleopatra, andere mächtige Frauen in Afrika gegeben hat: Königinnen, Anführerinnen, Kriegerinnen. Selbst in den Darstellungen der Geschichte Afrikas tauchen die mächtigen Frauen allenfalls in Randbemerkungen auf. Sylvia Serbin hat sich von der schwierigen Quellenlage nicht abhalten lassen. Als sie während ihres Studiums in einem Militärarchiv forschte, stieß sie auf eine senegalesische Königin, die sich der französischen Eroberung widersetzt hatte. Sie nahm die Fährte auf und sammelte fortan in Archiven und Bibliotheken alle Hinweise auf historisch bedeutsame Afrikanerinnen und ein Weg, den bis dahin niemand beschritten hatte, ergänzte und differenzierte ihre Funde durch die Aufnahme mündlicher Überlieferungen.Entstanden ist ein spannendes und abwechslungsreiches Buch, mit dem Leser auch ohne alle Vorkenntnisse einen lebhaften Eindruck bekommen von afrikanischen Herrschaftsverhältnissen, vom Leben am Hof, von Sklavenhandel, Missionierung und Kolonialisierung und nicht zuletzt natürlich von der Rolle einflussreicher afrikanischer Frauen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2007
Viel gelernt hat Rezensentin Gaby Mayr von diesem Buch, das nicht nur Königinnen Afrikas porträtiert, sondern auch andere einflussreiche Frauen des Kontinents: Rebellinnen, Prophetinnen und Kriegerinnen - große Frauen mithin, die von der kolonialistischen und männlichen Geschichtsschreibung gleich doppelt ignoriert wurden. Die Autorin, die Journalistin Sylvia Serbin, bringe mit ihrem gut recherchierten Porträt viel Neues zu Tage, lobt Rezensentin Mayr, und verbinde immer wieder "vortrefflich Biografie und Zeitgeschichte".
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