Die "Hackbibel 3" führt die Tradition der beiden Hackerbibeln aus den Achtzigerjahren fort und erzählt Geschichten des Chaos Computer Clubs e. V. und der Hackerkulturen. Seit seiner Gründung im Jahre 1981 hat sich der CCC stets in politisch-technische Debatten eingemischt und diese entscheidend mitgeprägt. In diesen 40 Jahren ist viel passiert: Die Wiedervereinigung brachte Computerkulturen aus Ost und West zusammen, der Chaos Communication Congress ist riesig geworden, die Piratenpartei ist auf- und niedergegangen und auch feministische Hack-Gruppen bildeten sich heraus. Die Hacker programmierten nicht nur sichere Kommunikationswege und freizugängliche Software oder hackten Fingerabdrücke, Wahlcomputer, RFID-Chips und vieles mehr. Sie gingen auch auf die Straße und in Schulen, verteidigten freiheitliche und demokratische Grundwerte in Parlamenten und vor dem Bundesverfassungsgericht. Die "Hackbibel 3" bietet Einblicke in Hacktivismus und Aktivismus, Recht und und zeigt eine vielfältige, diverse Kultur, die Spaß am Gerät, an Basteleien und dazu auch noch extrem viel Witz hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2024
Interessant ist die dritte Hackbibel vor allem aus einer historischen Perspektive, findet Rezensent Günter Hack (sic). Die Vorgänger, die 1985 und 1988 erschienen waren, legten den Schwerpunkt noch auf konkrete Anleitungen für prospektive Hacker, erfahren wir, diesmal jedoch stehen netzpolitische Debatten im Zentrum, auch Fragen wie: Warum es so wenig Frauen unter den Hackern gibt, die einst außen vor blieben, werden inzwischen thematisiert. Auch die Aufmachung ist inzwischen weitgehend professionell, legt Hack dar, und tatsächlich wird die Frage, ob man sich im als Herausgeber fungierenden Chaos Computer Club nicht inzwischen ein bisschen zu staatstragend gibt, in einem Text behandelt. Musealisiert sich hier eine Bewegung selbst? Vermutlich ja, so Hack, der von der bunten Mischung des Buchs freilich insgesamt durchaus angetan zu sein scheint.
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