Was bedeutet es für den aus Italien eingewanderten Alessandro, dass sich die jüdische Abstammung seiner Mutter nicht klären lässt? Warum ändert der Krieg Michaels Verhältnis zu Henry James grundlegend? Und warum ist in der Wüste mitten im Sommer Weihnachten? Und Kolja? Der stammt eigentlich aus Russland und fällt im Kampf für seine neue Heimat. Was passiert jetzt mit seinem Leichnam? Chaim Noll erzählt mitreißend und in schöner Sprache kleine Begebenheiten und große Lebensgeschichten. In seinen Erzählungen entwirft er ein Portrait der heutigen israelischen Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012
Cornelia Fiedler zeigt sich in ihrer knappen Kritik sehr angetan von Chaim Nolls Erzählungen aus Israel. Hier wird kein "anderes Israel" evoziert, sondern in den Alltagsbegebenheiten die vielen Facetten eines zerrissenen Landes dargestellt, wobei es dem Autor offensichtliches Vergnügen bereitet, schnelle Schlüsse über "bekannte Konfliktlinien" erst aufzurufen und dann genauso schnell zu untergraben, so die Rezensentin eingenommen.
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