Er war Mitherausgeber des berühmten Almanachs "Der Blaue Reiter" und Organisator von furiosen Ausstellungen unter dem gleichen Namen, seine Tierdarstellungen gehören zu den am meisten reproduzierten Werken der Kunstgeschichte: Franz Marc war einer der Hauptvertreter der Moderne in Deutschland. Doch sein Leben wurde zugleich von der Katastrophe des Krieges überschattet. Die Melancholie war seine Grundstimmung von Jugend auf. Nur unentwegtes künstlerisches Schaffen hielt ihn im Gleichgewicht, doch war es stets von Selbstzweifeln begleitet: Seine besten Bilder, so Franz Marcs fester Glaube nur wenige Wochen vor seinem Tod, werde er mit vierzig oder fünfzig malen. Er starb 1916 im Alter von sechsunddreißig Jahren auf dem Schlachtfeld vor Verdun.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2015
Schöne Biografie des expressionistischen Malers, lobt Rezensentin Julia Voss. Sie staunt vor allem über die zahlreichen Liebesaffären, die Marc mit verheirateten und ledigen, kinderlosen und schwangeren Frauen hatte. Und das unter Kaiser Wilhelm! Effi Briest musste dafür noch bitter bezahlen. Die Informationen über all diese Affären hat Brigitte Roßbeck aus einem bisher unbekannten Dokument, einer Erinnerung Maria Marcs, der zweiten Frau des Künstlers, erfahren wir. Aber es geht nicht nur um Bettgeschichten. Roßbeck schildert natürlich auch, wie Marcs Bekanntschaft mit Kandinsky, Macke und Werefkin ihn zu dem Künstler machte, als der er heute berühmt ist. Und auch über seine Kriegsbegeisterung, die zu seinem frühen Tod mit 36 Jahren führte, wird man kundig informiert, verspricht die Rezensentin.
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