Franz Marc gehörte neben anderen herausragenden Künstlern wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, August Macke, Paul Klee und Alfred Kubin als wichtige Figur zur Gruppe Der Blaue Reiter. Die Impulse, die von diesen Malern ausgingen, prägten die deutsche Kunstszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachhaltig. Das auf drei Bände angelegte, opulent ausgestattete Werkverzeichnis Marcs dokumentiert und illustriert neben den bereits bekannten Werken über 780 Neuaufnahmen. Der hier vorgelegte erste Band umfasst sämtliche, überwiegend farbig abgebildete Ölgemälde, die Marc als vielschichtigen und experimentellen Maler ausweisen, der mit seiner ganz besonderen Form des Expressionismus einen entscheidenden Beitrag zur Kunst der Klassischen Moderne geleistet hat.
"Dass es dieses neue Werkverzeichnis gibt", schreibt Stefan Koldehoff, "ist ein Segen". Nichts, aber auch gar nichts hat der Rezensent auszusetzen, der im Vorbeigehen noch das alte Standardwerk von Klaus Lankheit würdigt, das aber mit der Zeit überholungsbedürftig geworden sei. Dabei sind es nur ganze vier Bilder mehr, die Annegret Hoberg und Isabelle Jansen erfasst haben, doch im Gegensatz zu Lankheits altem Verzeichnis ist im neuen jede Arbeit von Marc abgebildet, ergänzt um "akribisch recherchierte" Informationen zur Provenienz der Werke und "sinnvoll ausgewählte", "übersichtlich gegliederte" Angaben zur Literatur, sowie "Anmerkungen zu technischen Untersuchungen, Restaurierungen und Referenzbildern". Und natürlich: hervorragende Farbabbildungen sämtlicher Gemälde, die den Krieg überlebt haben. Das verbindliche, auf lange Zeit gültige Buch zu Franz Marc.
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