Sein Leben glich einer Achterbahnfahrt mit außerordentlichen Erfolgen und dramatischen Abstürzen. Das Porträt eines der bekanntesten und umstrittensten Gegenwartskünstler Deutschlands geschrieben von einem kritischen Weggefährten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2010
Catrin Lorch hat aufmerksam Hans-Peter Riegels Biografie des Künstlers Jörg Immendorff gelesen. Hat der Autor einst Immendorffs Werk als sein Assistent gefördert, müht er sich nun hier nach Kräften, Immendorff vom Sockel zu holen und ihn als eher unangenehmen Menschen darzustellen, nimmt die Rezensentin zur Kenntnis. Wenig hilfreich findet sie Riegels Annäherungen an die Kunst seines Protagonisten, hier sieht sie die Betrachtungen bei der Aufzählung von Bildmotiven stecken bleiben. Dafür kann man hier um so mehr über die vielen Randaktivitäten Immendorffs nachlesen, dessen Koks-Eskapaden ausführlich in der Bildzeitung diskutiert wurden und der zum Porträtisten Kanzler Schröders avancierte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010
Rezensentin Swantje Karich ist denn doch etwas verblüfft über die Schonungslosigkeit, mit der Hans-Peter Riegel über seinen angeblichen Freund, den nach schwerer, von der Öffentlichkeit verfolgter Krankheit verstorbenen Künstler Jörg Immendorff hier schreibt. In dieser Biografie jedenfalls erscheint der Künstler als zwar ambitionierter, aber leider denkbar untalentierter Mann, der es nur mithilfe seines begabten Galeristen zum Malerstar brachte. Der Schwerpunkt der Schilderung liegt auf den frühen und mittleren Jahren, die jüngere Vergangenheit wird nur außerordentlich kurz dargestellt, was nicht zuletzt, meint die Rezensentin, an Strafandrohungen für nicht beweisbare Behauptungen liege. Aus Karichs Besprechung geht verblüffenderweise weder so richtig hervor, was sie von diesem Buch noch was sie von der Kunst des Jörg Immendorff hält.
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