Mit der Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. ist ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung bezeichnet. Langfristig bedeutete der Sieg des Arminius über die Legionen Roms, dass das Gebiet zwischen Rhein und Elbe sich dem Zugriff des römischen Kaiserreichs entzog. Aber nicht nur das: Die Folge der Schlacht war eine radikale Umorientierung der imperialen Politik Roms, Britannien geriet in den Blick des römischen Adlers.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2009
Thomas Speckmann hat aus Boris Dreyers Buch "Arminius und der Untergang des Varus", das er im Rahmen einer Sammelrezension von Publikationen über die Schlacht im Teutoburger Wald vor 2000 Jahren kurz bespricht, eine Menge über den Cheruskerfürsten gelernt. Wie er berichtet, hatte Arminius eine stolze "Karriere" im römischen Dienst vorzuweisen, befehligte als "praefectus" eine Cherusker-Kohorte und bekämpfte auf römischer Seite noch bis zum Jahr 8 n. Chr. den Aufstand der Pannonier, ehe er die Seiten wechselte. Deutlich wird für ihn auch, dass sich Arminius das in der römischen Armee erworbene Wissen im Kampf gegen Varus sowie in der Abwehr der römischen Rachefeldzüge gut gebrauchen konnte.
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