Im Herbst des Jahres 9 n. Chr. wurde das mehr als drei Legionen - über 18.000 Mann - starke Heer des Publius Quinctilius Varus, Legat des Kaisers Augustus, in einen Hinterhalt gelockt und innerhalb weniger Tage von germanischen Kriegern vollständig aufgerieben. Dieses blutige Ereignis, bekannt als die "Schlacht im Teutoburger Wald", war eine der schwersten und folgenreichsten Niederlagen, die Rom jemals erlitten hat. Langfristige Folge war, dass die Expansion des Römischen Reiches gestoppt, die rechtsrheinische Germania vor einer Romanisierung bewahrt und der Rhein zur Grenze zwischen Romanen und Germanen wurde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2008
Im nächsten Jahr wird es zweitausend Jahr her sein, dass der Cherusker Arminius die römischen Legionen unter Quintilius Varus schlug, doch auch zum dräuenden Gedenkjahr scheinen sich die Historiker noch nicht auf Kalkriese als den Ort der großen Schlacht geeinigt zu haben. Auch Rezensent Andreas Kilb rät zur Vorsicht, der in seiner Besprechung sehr deutlich werden lässt, wie lücken- und sprunghaft das Wissen um die römischen Germanienfeldzüge doch ist. Unter den zahlreichen Neuerscheinungen hat ihm der Band des Althistorikers Reinhard Wolters am meisten zugesagt. Dessen Vorsicht in der "entscheidenden Frage" nach dem Austragungsort erscheint Kilb eher als Vorzug und auch seine vergleichsweise "seriöse" Darstellung keineswegs langweilig. Besonders instruktiv findet der Rezensent Wolters Deutung der Germanienfeldzüge von Drusus, Tiberius und Germanicus als Part des römischen Günstlingsregiments, der dazu diente, Mitgliedern der kaiserlichen Familie "Feldherrenruhm" zu verschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2008
Jürgen Busche beurteilt Reinhard Wolters' Buch über "Die Schlacht im Teutoburger Wald" sehr positiv. Er bespricht drei neue Bücher zu diesem Thema und geht dabei ausführlich auf das historische Ereignis ein, bei dem Arminius die römischen Legionen vernichtete. Die Bücher von Wolters, Ralf-Peter Märtin und Dirk Husemann fallen seines Erachtens recht unterschiedlich aus. Richtig etwas auszusetzen hat er aber an keinem der Bücher. Das Werk von Wolters scheint ihm das wissenschaftlichste der besprochenen Bücher zu sein - und zwar wissenschaftlich auf die "angenehmste Weise". Besonders lobt er in diesem Zusammenhang die Nüchternheit, Umsicht und Wissbegier des Autors.
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