Bernhard Kathan

Wir sehen Tiere an

Grundkurs für Tierschützer und solche, die es werden wollen. Essay
Cover: Wir sehen Tiere an
Limbus Verlag, Innsbruck 2014
ISBN 9783990390269
Gebunden, 184 Seiten, 13 EUR

Klappentext

Bernhard Kathan spannt in seinem neuen Essay einen weiten Bogen und beleuchtet unseren Umgang mit Tieren in all seinen Facetten. Von berühmten Beispielen in der Weltliteratur wie etwa bei Dostojewski ausgehend, über die Schöne Aussicht N°16, der Wohnadresse von Arthur Schopenhauer der als Freund des Pudels und als Vorläufer einer Tiermoral aus Mitleid gilt bis hin zur modernen Tierethik bei Peter Singer und anderen Kathan versucht zu verstehen, warum wir Tiere ansehen. Denn das macht der Mensch seit Menschengedenken, und im Laufe der Menschheitsgeschichte wandelte sich das Verhältnis von Mensch und Tier immer wieder, von der Selbstverständlichkeit des Tieres als Nahrungsmittel bis hin zur medialen Empörung der Jetztzeit, in der Zoodirektoren fast gelyncht werden, wenn sie junge Giraffen an Löwen verfüttern; Kathan erzählt in seinem Grundkurs für Tierschützer und solche, die es werden wollen auf nüchterne und dennoch brutal wirkende Weise die Sicht des Menschen auf das Tier, in allen seinen Konsequenzen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2015

Rezensent Wieland Elfferding schätzt die Schriften des österreichischen Autors und Konzeptkünstlers Bernhard Kathan über das Verhältnis von Mensch und Tier; umso mehr freut sich der Kritiker, dass mit "Wir sehen Tiere an" nun ein herrlicher Essay erschienen ist, der die Betrachtungen Kathans zusammenführt. Großartig, wie der Autor seine tierschutzkritische Position mit "sanfter Ironie" zum Ausdruck bringt, dabei stets reflektiert erzählt, ohne sich auf eine Seite zu schlagen und eine Vielfalt von Themen und hintergründigen Gedanken ausbreitet, berichtet der Rezensent: Mit Verweisen auf Bentham, Dostojewski, Schopenhauer oder Nietzsche beschreibe Kathan, dass das Tier dem Menschen in erster Linie als Projektionsfläche der eigenen Bedürfnisse diene. Darüber hinaus vernimmt der Kritiker in diesem informativen, bezwingenden und lesenswerten Werk eine deutliche Forderung nach mehr Verantwortung.

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