Herausgegeben vom Österreichischen Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.04.2001
Als "aufregendste Einblicke" in den schriftstellerischen Arbeitsprozess preist Manfred Papst in einer kurzen Besprechung dieses Buch, das in 26 Beispielen die Edition von Werken von Raimund, Nestroy, Stifter, Jandl und anderen vorstellt. Dass es sich dabei fast ausschließlich um österreichische Schriftsteller handelt findet der Rezensent verständlich, da es sich bei dem Buch um ein Projekt der österreichischen Nationalbibliothek handelt, doch hebt er anerkennend hervor, dass auch Schriftsteller wie Kafka, Büchner und Emil Franzos "großzügig aufgenommen" werden. Er preist das Buch als "differenziert und kompetent", auch wenn er darauf hinweist, dass von den einzelnen Autoren, die größtenteils selbst Editoren sind, wohl kaum "vernichtende Selbstkritik" zu erwarten ist. Doch, schwärmt Papst, erlaube der Band in der Nachzeichnung der verschiedenen Editionsgeschichten einen Einblick in die "Bewegung des schöpferischen Geistes", was nicht zuletzt durch die vielen Abbildungen von Manuskriptseiten augenfällig werde.
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