Daniela Bartens, Klaus Kastberger (Hg.)

Dossier Extra: Gunter Falk

Mit 2 CDs 'Texte und Jazz' von Gunter Falk und den Neighbours
Cover: Dossier Extra: Gunter Falk
Droschl Verlag, Graz 2000
ISBN 9783854205449
Broschiert, 276 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Dieser DOSSIER-Band über Gunter Falk enthält Beiträge zu Leben, Werk und Rezeption. Dazu kommen aktuelle Analysen und Essays zu zentralen Aspekten des Werkes sowie eine vollständige Bibliographie. Mit Beiträgen von Wolfgang Bauer, Christian Fleck und Alfred Kolleritsch.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.05.2001

Jazz und Lyrik, das hat immer einen "Twen-Geruch", schreibt Konrad Heidkamp und meint jene Verbindung von Gedichtaufsagen und atmosphärisch passender Musik, die gut in den blauen Dunst so manches Jazz- und Literaturbunkers der 70 und 80er Jahre passte. Gunter Falk, Akteur der Grazer Literaturbühne jener Zeit, ist ein anderes Kaliber, versichert Heidkamp, bei ihm bleibe der Text "im Lied". Die Musiker der Gruppe "Neighbours" - darunter Dieter Glawischnig, der heute die NDR-Bigband leitet - reagierten improvisierend auf die "alles fressenden" Texte Falks (U-und E-Kultur, Pop und Pornografie). Literatur und Musik agierten gemeinsam. "Was, stumm gelesen, das Knochengerüst von Sprache sehen lässt, setzt mit der Musik Fleisch an, blutunterlaufen und mit Schnittwunden", schreibt Heidkamp. Er spielt damit auf das exzessive Leben des bekennenden Alkoholikers Falk an, der zwei Tage nach der Aufnahme jener Lesung von 1983 im Alter von 41 Jahren gestorben ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2000

Recht interessant und vielseitig findet der Rezensent mit dem Kürzel "bsg." diese Aufsatzsammlung zum österreichischen Avantgardisten Gunter Falk und empfindet auch die beiden CDs mit Falks eigenen Vertonungen, die dem Buch beiliegen, als gelungene Ergänzung zu den Essays. Der Rezensent bezeichnet den Literaten und Theoretiker als einen der "engagiertesten Exponenten" der "nichterzählerischen, sich explizit auf sprachliche Phänomene berufenden österreichischen Avantgarde". Die Aufsätze befassen sich mit verschiedenen Schaffensbereichen Falks, u.a. mit seiner Kollaborationen mit Wolfgang Bauer und seinen soziologischen Arbeiten, berichtet der Rezensent. Daneben gebe es auch persönliche Porträts von Thomas Eder und dem ?Manuskripte` Herausgeber Alfred Kolleritsch.
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