Alljährlich fügen wir Milliarden von Tieren schweres Leid zu und bringen sie ums Leben, nur um geringfügige Vorteile wie etwa den Geschmack ihres Fleisches zu genießen. Da diese Verletzung der Rechte von Tieren zu den gesellschaftlichen Grundordnungen gehört, die wir gemeinsam verantworten, ist sie ein Thema für die politische Philosophie. Bernd Ladwig gibt einen profunden Überblick über die heutige Debatte. Er zeigt auf, dass wir Tieren, deren Lebensbedingungen wir umfassend kontrollieren, Mitgliedschaftsrechte schulden, warnt jedoch zugleich vor ihrer Vermenschlichung. Die letzte politische Verantwortung für gerecht geregelte Beziehungen zu Tieren tragen einzig und allein wir.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.06.2020
Jens Balzer schätzt an Bernd Ladwigs Buch zuallererst den weder resignativen noch rigorosen, sondern durchaus nüchternen Ton. Angesichts des Themas keine Selbstverständlichkeit, findet der Rezensent, der Ladwig bei der Erörterung der Frage, wie sich ein gerechtes Verhalten gegenüber Tieren formulieren lasse, gerne folgt. Die Problematik der Fragestellung wird ihm offenbar, wenn der Autor sein Ansinnen moralphilosophisch und mit politischer Theorie von Habermas bis Rawls sowie unter Berücksichtigung von Positionen radikaler Tierschützer verfolgt.
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