Ein Chemielaborant, der in einem überalterten Dorf im Harz nach der Liebe sucht - und eine Eule findet. Ein Manager, der als ein guter Erwachsener in Hotelzimmern liegt und von den Sünden seiner Jugend heimgesucht wird. Ein Housesitter, der ein Sofa versaut, einen Baum tötet und eine Minderjährige verführt. Sie alle heißen Benjamin. Sie alle irren umher. Durch Wälder und Tierparks, über Familienfeiern und Vorortstraßen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2012
Ha, von wegen verloren, lost in Lust. Gerade hat Beate Tröger noch die ortlosen Schwebezustände und das Kontingente bestaunt, die Innenansichten der Orientierungslosigkeit in Benjamin Maacks Erzählungen, deren Anti-Helden allesamt den Vornamen des Autors und ein montröses Schicksal tragen, manchmal ist es allerdings auch der Zufall, der zuschlägt, so Tröger. Dann plötzlich geht es ihr auf: Alles These, Kalkül, Spielerei! Ja, was denn sonst?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.05.2012
Das bisschen Frösteln beim Lesen hat sich Rezensent Ulrich Rüdenauer gefallen lassen. Abgesehen von einigen bemühten Übungen des jungen Autors, von poetischen Exaltationen, wo Rüdenauer die Figuren schon genug exaltiert findet, geht's ihm gut mit dem Band. Also schlecht, denn Benjamin Maack lässt die vielen Inkarnationen seines Namensvetters in den Texten schön böse, gut überreizt und seelenzerstört auftreten. Angegriffene Seelenhaushalte erkennt Rüdenauer jede Menge, Verlorene, wenngleich keine Monster, wie der Titel behauptet. In seinen Kammerspielen, erklärt der Rezensent, lässt sie der Autor angenehm frei von psychologisierender Deutung ausflippen.
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